Archive for the 'Technik' Category

21. Januar 2010
Umfangreiches Kartenmaterial auch offline nutzbar
Nokia krempelt Navigationsmarkt um (Foto: nokia.com)

Helsinki (pte/21.01.2010/12:26) - Nokia hat heute, Donnerstag, bekanntgegeben, seine Navigations-Dienste zukünftig kostenlos für alle GPS-fähigen Nokia-Smartphones anzubieten. Damit bekommen rund 20 Mio. Nokia-Smartphone-Kunden mit einem Schlag Gratis-Zugriff auf das Kartenmaterial des 2008 von Nokia übernommenen Geodaten-Anbieters Navteq http://www.navteq.com. Die entsprechende Applikation steht ab sofort auf der Nokia-eigenen Ovi-Plattform http://www.nokia.com/maps zur Verfügung.

Großangriff auf Google Maps und Navi-Hersteller

Mit dem Vorstoß setzt Nokia zum Großangriff auf die mit Google Maps ausgestattete Smartphone-Konkurrenz an und lehrt gleichzeitig die traditionellen Navigations-Gerätehersteller das Fürchten. “Unser kostenloses Hybridmodell ist einzigartig, da es die Nutzung des Kartenmaterials sowohl online als auch offline ermöglicht. Für Nokia-Kunden bedeutet das, dass sie auch im Ausland mit vorab heruntergeladenem Material kostenlos navigieren können”, erklärt Nokia-Sprecherin Barbara Fürchtegott im Gespräch mit pressetext. Im Gegensatz zu traditionellen Navigationslösungen müssen auch keine Zusatzlizenzen für bestimmte Karten und Regionen gekauft werden.

Insgesamt deckt die Nokia-Lösung Karten für 180 Länder und in 46 Sprachen ab. Für 74 Länder ist eine Auto- und Fußgängernavigation inkludiert, in ausgewählten Regionen haben Nokia-User zudem kostenlosen Zugriff auf aktuelle Verkehrsinformationen. Neben 3D-Gebäudeansichten in mehr als 200 Städten werden im Fußgängermodus auch Wege und Abkürzungen durch Parks und Fußgängerzonen berücksichtigt. Schon bisher hat Nokia diese Dienste über seine Ovi-Plattform angeboten. Diese waren bis zum heutigen Tag allerdings mit Kosten behaftet.

Bis Ende 2010 rund 50 Mio. Kunden

Nokia geht folglich davon aus, dass sich durch diese Entscheidung der Navigationsmarkt nahezu verdoppeln wird. “Wir rechnen bis Jahresende mit rund 50 Mio. Kunden, die unsere Navigationslösung auf ihren Nokia-Mobiltelefonen nutzen werden”, meint Fürchtegott. Die Entwicklung der letzten Jahre habe gezeigt, dass sich die Navigation auf dem Weg zum Massenmarkt befinde. “Indem wir unsere Navigationslösung kostenlos anbieten, schaffen wir wichtige neue Impulse für weitere spannende Innovationen und Kooperationen mit unseren Entwicklungspartnern. Die Verknüpfung von physischen Aufenthaltsorten mit sozialen Kontexten ist ein besonders spannendes Feld”, sagt Fürchtegott im Gespräch mit pressetext.

Die Nokia-Lösung kann vorerst auf zehn Nokia-Smartphones wie etwa dem N97 mini, 5800 XpressMusic, E72 und dem E55 genutzt werden, soll ab März 2010 aber standardmäßig auf den neuen GPS-fähigen Smartphones mit ausgeliefert werden. Eine vollständige und aktuelle Übersicht aller Navigations-kompatiblen Geräte findet sich auf http://www.nokia.com/maps . (Ende)



22. Dezember 2008

Handysoftware dirigiert Hilfskräfte via GPS an den Einsatzort

Handy wird zur Notrufsäule (Foto: pixelio.de/R.B.)

Rom (pte/20.12.2008/13:45) - Die auf Sicherheitsdienste spezialisierte Securitalia http://www.securitalia.net hat eine neuartige Software für mit GPS-Empfang ausgestattete Handys entwickelt. Damit können im Notfall über einen Tastendruck Polizei- oder Gesundheitsdienste angefordert und diese mit hoher Genauigkeit an ihren Einsatzort gesteuert werden. Der “Salvo” getaufte Service ist mit einem Aufwand von fünf Mio. Euro entwickelt worden. “Als Zielgruppe sprechen wir vor allem Frauen und Mädchen an, die im Alltag oft allein unsichere Wegstrecken zurücklegen müssen”, erklärt Firmeninhaber Lorenzo Marca.

“Natürlich kommen auch andere Nutzerkreise wie Wertguttransporteure oder ältere und kranke Menschen in Frage. Das über das Handy ausgelöste Alarmsignal geht an die firmeneigene Kommandozentrale, die je nach Aussage des Hilfesuchenden oder der über das Handy mit übertragenen akustischen Einzelheiten über Art und Umfang der Hilfeleistung entscheidet. Im Anschluss an die erste Werbesendung sind laut Marca bereits mehrere hundert Anfragen eingegangen. Ab Januar 2009 sei die nur 60 Kilobyte große Software in mehr als tausend Geschäften in ganz Italien erhältlich. Die Installationskosten betragen 40 Euro und die monatliche Grundgebühr beläuft sich auf neun Euro.
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